Die Bewerbungsphase ist vorbei, die Schecks sind übergeben und die ersten großen Meilensteine gesetzt: Unser stiftungseigenes Umweltbildungsprojekt „UWE macht Schule“ hat in den vergangenen Wochen die Stadt Oldenburg im Sturm erobert. Was als Idee auf dem Papier begann, ist an sechs regionalen Grundschulen zu lebendigem Naturschutz geworden.
Hier nehmen wir Sie mit auf die Reise von der ersten Antragsichtung bis zum großen Tour-Abschluss.

Der Endspurt: Kreativität, die sprachlos macht
Als am 31. Mai das Bewerbungsfenster schloss, stapelte sich auf den Schreibtischen der Umweltstiftung Weser-Ems das pure Herzblut. Die eingereichten Konzepte der Grundschulen haben uns sprichwörtlich umgehauen. Von liebevoll gestalteten Skizzen für schuleigene Kräuterspiralen bis hin zu durchdachten Konzepten für Bienenschulen – die Vielfalt und der Tatendrang der Lehrkräfte und Kinder waren von Anfang an greifbar.
Für uns stand schnell fest: Bei diesem Projekt gibt es keine Verlierer. Jede teilnehmende Schule hat vollen Einsatz gezeigt und verdient Anerkennung. Deshalb haben wir für alle teilnehmenden Einrichtungen eine wetterfeste, hochwertige UWE-Plakette aus Alu-Dibond anfertigen lassen. Sie wird künftig an den Schulgebäuden oder im Schulgarten oder den Bienenstöcken weithin sichtbar signalisieren: Hier wird praktischer Naturschutz gelebt!

Logistik à la Umweltstiftung: Nachhaltig bis zum Schulhof
Nachdem die Formalitäten auf dem gewohnt kurzen und unbürokratischen Dienstweg geklärt waren, ging es an die Praxis. Und wie transportiert eine Umweltstiftung die riesigen XXL-Präsentationsschecks zu den Gewinnern? Natürlich stilecht und CO₂-neutral: wetterfest verpackt in der großen blauen IKEA-Tasche am Fahrrad-Lenker baumelnd!

Mit der frisch abgeholten Plakette und den Schecks im Gepäck fiel der Startschuss für eine unvergessliche Besuchstour.
„Die Energie und Freude, die mir an den Schulen entgegengesprungen ist, war einfach fantastisch. Man spürt sofort, dass Naturschutz für die Kinder keine graue Theorie ist, sondern ein echtes Herzensprojekt.“
– Christiane Huxdorff, Geschäftsführerin der Umweltstiftung Weser-Ems
Die Highlights unserer UWE-Tour
Insgesamt sechs Grundschulen durften wir in den vergangenen Tagen besuchen. Jeder Stopp war ein ganz eigenes Highlight, aber drei Momente werden uns wohl noch sehr lange in Erinnerung bleiben:
- Auf Augenhöhe mit den Insekten: Bei unserem Besuch der „Bienenschule“ ging es in voller Montur zur Sache. Zusammen mit mutigen Zweitklässlerinnen und Zweitklässlern im echten Bienenschutzanzug durften wir direkt an den Bienenstock. Dass die Kinder dabei ganz genau auf den gelernten Sicherheitsabstand geachtet haben, versteht sich von selbst.

Großes Forum für die Natur: Ein weiterer Stopp führte uns direkt in den Schülerrat. Vor 34 hochmotivierten Klassenvertreterinnen und Klassenvertretern durften wir das Projekt vorstellen und uns den brennenden und cleveren Fragen der Kids stellen.

Ein grünes Erbe: Besonders berührt hat uns der Einsatz einiger ViertklässlerInnen. Obwohl sie nach den Sommerferien die Grundschule verlassen und die Früchte ihrer Arbeit gar nicht mehr selbst erleben werden, haben sie sich mit voller Energie in die Planung gestürzt, um ihren nachfolgenden Mitschülern etwas Bleibendes zu hinterlassen.

„Es ist unglaublich inspirierend zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit und gleichzeitigem Elan die Kinder im Schülerrat über den Schutz unserer Umwelt diskutieren. Ihre Fragen waren entwaffnend ehrlich und strategisch absolut durchdacht. Solche Begegnungen zeigen uns als Stiftung ganz deutlich, dass unsere Förderung genau an der richtigen Stelle ansetzt – direkt bei den Gestaltern von morgen.“
– Fritjof Hufeland, Vorstandsvorsitzender der Umweltstiftung Weser-Ems
Wie geht es nach den Sommerferien weiter?
Die Weichen sind gestellt, die Fördergelder übergeben und die UWE-Plaketten montiert. Jetzt verabschieden sich die Schulen erst einmal in die wohlverdienten Sommerferien.
Wir sind schon jetzt wahnsinnig gespannt, wie es nach den Ferien an den einzelnen Standorten weitergeht. Ob der erste Spatenstich für den neuen Schulteich, das Summen in der Bienenschule oder das Wachsen der Kräuterspirale – wir werden die Projekte weiterhin eng begleiten und freuen uns darauf, bald die ersten fertigen Ergebnisse bestaunen zu dürfen.
Ein riesiges Dankeschön gilt allen teilnehmenden Schulen, den engagierten Lehrkräften und vor allem den fantastischen Kindern, die zeigen, dass man nie zu klein ist, um für unsere Umwelt großartig zu sein!
