Das globale Domino: Eine Reise zu den Klima-Brennpunkten unserer Erde
Was passiert, wenn ein Stein den nächsten ins Rollen bringt? Und was haben die Veränderungen in Brasilien oder Grönland mit unserem Leben hier in Weser-Ems zu tun? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Umweltstiftung Weser-Ems am 17. September 2026 bei einem besonderen Veranstaltungsabend im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg.
Unter dem Titel „Das globale Domino“ nahm die Klimajournalistin und Storytellerin Louisa Schneider ihre Gäste mit auf eine Reise zu den Klima-Brennpunkten unseres Planeten. Mit persönlichen Geschichten und eindrücklichen Einblicken von ihren Reisen, unter anderem nach Brasilien und Grönland, machte sie deutlich, wie eng die ökologischen Entwicklungen weltweit miteinander verknüpft sind.
Wenn ein Stein den nächsten ins Rollen bringt
Das Bild des globalen Dominos beschreibt eine der großen Herausforderungen unserer Zeit: Veränderungen im Klimasystem geschehen nicht isoliert. Werden sogenannte Kipppunkte überschritten, können Entwicklungen angestoßen werden, die weitere Veränderungen nach sich ziehen – mit Folgen, die weit über einzelne Regionen hinausreichen.
Louisa Schneider machte diese Zusammenhänge greifbar und zeigte, was sich hinter den wissenschaftlichen Begriffen verbirgt. Denn es geht nicht allein um Zahlen, Prognosen und Temperaturkurven, sondern auch um Menschen, ihre Lebensräume und die Frage, wie wir unsere gemeinsame Zukunft gestalten wollen.
Ihre Berichte aus den unterschiedlichen Regionen der Erde machten deutlich, wie wichtig es ist, genauer hinzuschauen und die globalen Zusammenhänge zu verstehen.
Was bedeutet das globale Domino für uns hier in Weser-Ems?
Auch wenn die großen Klima-Brennpunkte oft weit entfernt scheinen, hat das globale Domino viel mit unserem Alltag hier in der Region zu tun. Denn auch unsere Entscheidungen bewegen etwas: wie wir uns fortbewegen, was wir einkaufen, wie wir uns ernähren und welchen Dingen wir beim Konsum wirklich Bedeutung beimessen. Natürlich kann niemand allein die weltweite Klimakrise lösen. Aber jede Entscheidung ist Teil eines größeren Ganzen – und viele kleine Veränderungen können gemeinsam viel bewirken.
Gerade angesichts der gewaltigen globalen Herausforderungen fühlen wir uns manchmal klein und machtlos. Doch wir sind nicht ohnmächtig! Wir können Verantwortung übernehmen, Veränderungen anstoßen und uns gemeinsam für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen – hier vor Ort und darüber hinaus. Denn auch beim globalen Domino gilt: Nicht nur negative Entwicklungen können etwas ins Rollen bringen. Wir können selbst Teil der Veränderung sein.

Wissen vermitteln, Zusammenhänge sichtbar machen
Im Anschluss an den Vortrag waren die Gäste eingeladen, ihre Fragen zu stellen und mit Louisa Schneider ins Gespräch zu kommen. Nachdem die Diskussion zunächst etwas Anlauf gebraucht hatte, entwickelte sich ein lebhafter Austausch. Die vorbereiteten Fragen halfen dabei, das Gespräch in Gang zu bringen – und schließlich war die Zeit fast zu knapp, um alle weiteren Fragen noch unterzubringen.
Auch am Büchertisch gab es Gelegenheit, den Abend über den Vortrag hinaus fortzusetzen: Dort konnten die Gäste Bücher von Louisa Schneider erwerben und sich diese von der Autorin signieren lassen. Auf den Stühlen lagen außerdem Postkarten der Umweltstiftung Weser-Ems bereit, die zum Entdecken unserer Stiftungsarbeit einluden.
Für die Umweltstiftung Weser-Ems ist es ein wichtiges Anliegen, Menschen für Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren. Denn wer versteht, wie eng unsere natürlichen Lebensgrundlagen miteinander verbunden sind, kann die Herausforderungen unserer Zeit besser einordnen und Handlungsmöglichkeiten erkennen.
Mit Veranstaltungen wie „Das globale Domino“ möchten wir neue Perspektiven eröffnen, Wissen vermitteln und zum Nachdenken anregen. Denn auch wenn die globalen Herausforderungen groß sind, kommt es darauf an, nicht in Ohnmacht zu verharren, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen und selbst aktiv zu werden.
Wir bedanken uns herzlich bei Louisa Schneider für die eindrücklichen Einblicke und bei allen Gästen, die diesen Abend mit uns verbracht und den Austausch bereichert haben.
Denn jeder Stein zählt – und gemeinsam können wir etwas bewegen.

